Heute morgen begann es wider Erwarten sehr heftig zu regnen. In den letzten 2 Jahren haben wir es nicht erlebt, dass es im Dezember derart geschüttet hat. Durch den starken Wind regnete es auf der Ostseite in die Zimmer, sodass Annick und ich beschäftigt waren, die Räume zu trocknen. Selbst mit geschlossenen Fenstern fand das Wasser seinen Weg ins Haus. Da seit einer Woche kein Tropfen Wasser mehr in unseren Tank geflossen ist, haben wir - wie die grosse Mehrheit der Sierra Leoner - die Chance genutzt und alle unsere Eimer vor das Haus gestellt. Und zwar so, dass alle Eimer in einer Linie von der leckenden "Dachrinne" profitierten. Es war dies das erste Mal, dass wir zu dieser Massnahme greifen mussten.
Diese Erfahrung gab mir einen kleinen Einblick, mit welchen täglichen Herausforderungen meine Sierra Leonischen Kollegen und Freunde zu kämpfen haben. Der tropische Regen scheint Fluch und Segen, Tod und Leben mit sich zu bringen. Für all die Leute, die auf der Strasse auf ein Taxi warten, bedeutet es, innerhalb von Sekunden vollkommen durchnässt zu sein. Für andere, dass das Haus, soweit man von Haus sprechen kann, überflutet wird. Manchmal werden einzelne Lehm oder Blechhütten weggeschwemmt. Gleichzeitig aber heisst Regen, wie auch in unserem Fall heute morgen, Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen etc..
Hmmm Regen auf Wellblechdach...da werden Erinnerungen wach. Ich hatte aber nie solche schlimmen Erlebnisse mit wegschwemmen etc. Hier regnet es auch, mit heftigem Wind..ziemlich kalt. Ich warte auf den Schnee am Wochenende?!!! Danke für die Nachricht am TB.
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