Also Fortsetzung vom Konzert am Sonntag: Ich bin dann am Sonntag noch zu einem Gesangswettberwerb-Finale à la "Wer wird Superstar?" gegangen, wo ich Ernest (den "vermissten" Pianisten) getroffen habe (er war ganz cool, konnte mich nicht anrufen, weil sein Natel keine Batterie hatte und meine Nummer nicht auf seiner Pinkarte gespeichert war, und zur Probe kam er nicht, weil sein Schneider seine Kleider für eine Hochzeit nicht bereit hatte und er dort wartete, aber no problem und sorry sorry). Ach ja, am Morgen schrieb mir David, der Percussionist noch, dass er Ernest am Telefon hatte und dieser am Sonntag Abend zum Konzert kommen würde. Er schrieb auch: "Stay calm"..... Waaaahhhh, wie soll man da bloss noch cool bleiben?
Wie auch immer, es geht immer, und so waren wir letztlich auch im Seminarzentrum, halbe Stunde zu spät (wobei das egal war, da die Teilnehmer auch zu spät kamen, so no stress), zusätzlich mit einem Saxophonisten, der in der Balanta auch für das Equipment zuständig ist und viel Verantwortung trägt. Wir haben unser erstes Set gespielt, war ok, etwas unsicher, mit Fehlern da wir ja quasi nicht geprobt hatten.
Bei zweiten Set bin ich dann schon mehr in Fahrt gekommen, ich dachte, nach dieser ganzen Geschichte möchte ich jetzt meinen Spass haben und mit austoben. Die Band liess sich mitreissen und so war unsere Performance letztlich nicht schlecht und hat auch Spass gemacht.
Noch kurz mein neues Abenteuer: Heute bin ich von unserer neuen Wohnung los, um zum Seminarzentrum zu gelangen. Ich habe zum ersten Mal fast alle hier in Freetown Stadt möglichen Fortbewegungsmittel für einen Weg benutzt:
1. Zuerst zu Fuss, da heute irgendwie viel zu wenig Taxis unterwegs waren und ganz viele Leute am Strassenrand auf Verkehrsmittel warteten.
2. Auf dem Weg (d.h. ich habe sogar Autos überholt, da Stau war), gabs dann grad ein freies Plätzchen für mich in einem Taxi.
3. Unterwegs machte es "KLACK" und das Taxi fing an zu stottern. Kabel kaputt, alles aussteigen!
4. Ok, wieder zu Fuss unterwegs. Dabei habe ich immer wieder Gesellschaft, man spricht zusammen, sagt hallo, etc..
5. Ein freiwilliger Begleiter hat mich dann in ein Pota-Pota hineinmanövriert, d.h. ein kleines Büsschen, dass mit Personen vollgestopft ist (ca.vier Bänke mit vier bis fünf Personen...)
6. Dieses liess mich an einer Kreuzung raus, da es nicht bis zu meiner Destination fuhr. Ok, on the road again.
7. Ich versuchte es noch mit Taxis, doch heute sollte es einfach nicht klappen, darum...habe ich ein Okada (Motorradfahrer) gestoppt und mich noch das letzte Stück fahren lassen...
What a day! Eine gute Stunde unterwegs und viele Erfahrungen reicher!!
Seid von Herzen umarmt, Annick