Donnerstag, 24. Februar 2011

Nahaufnahmen (Muster und Farbe)
















Hier noch ein paar Nahaufnahmen von den Tüchern, da die Farben und Formen manchmal nicht ganz klar sind (sind sie immer noch nicht, in natura haben sie viel mehr Leuchtkraft!)

















Alimamis selbstgefärbte und gedruckte Tücher zum verkaufen

7 Feet (Violett)














2 Feet (Grün)












2 Feet (Rot)














4 Feet (Grün)






























2 Feet (Grün) 4 Feet (Rot)

Halli hallo, ich bin seit ein paar Tagen wieder in der Schweiz, es wurde einfach zu heiss und feucht in Sierra Leone und da haben wir meine Reise kurzerhand 10Tage vorverschoben. Jetzt bin ich für ein Weilchen in der Schweiz und freue mich, viele von euch bald wiederzutreffen! Mitgenommen von Sierra Leone habe ich selbstgefärbte und gedruckte Tücher von unserem Wächter Alimami. Er hat diese traditionelle Kunst von seiner Tante gelernt, doch leider ist es nicht so einfach, die Tücher in Freetown zu verkaufen, da billig hergestelltes Tuch aus der Fabrik, welches die schlechtere Qualität hat (das Tuch ist rauher und das Tuch verliert viel schneller an Farbe) verkauft wird. Wenn ihr interessiert seit, solche Tücher (Tischdecke, Vorhänge, Bettüberzug, etc..) zu kaufen, meldet euch doch bei mir. Hier einige Fotos, von solchen die ich bei mir habe. Man kann auch auf Bestellung Farbe und Grösse wünschen. Philipp kann sie dann im April mitnehmen. Die kleinen (2 Feet) sind 25 Franken, die grösseren (4 Feet) sind 45 Franken und das grösste (7 Feet, Bettlaken für Doppelbett) ist 70 Franken. Das Geld kommt (ohne Abzug, smile) Alimami (23 Jahre) zugute, der dann für seinen Lebensunterhalt (und die seines Kindes, seiner Freundin und der ganzen Familie drumherum) und vielleicht für den Aufbau eines kleines Business sorgen kann.

Dienstag, 15. Februar 2011

"Dad" in Buma Village

Und wieder führte uns unser Freund Nesto in sein Dorf Buma, im Süden von Sierra Leone, mitten im Busch. Auch wenn ich ihm mehrmals darauf aufmerksam machte, dass wir keinen speziellen Empfang erwarten und dieses Mal auch keine Ziege nach Hause nehmen möchten, warteten bereits die Schulkinder (seit mehr als 3 Stunden) am Eingang des Dorfes, um uns mit Gesang und Parade zu begrüssen. Danach ging es in Begleitung der Kinder zum Dorfzentrum, wo wir vom Town-Chief, von den Dorfältesten, den Lehrern und all den anderen herzlich willkommen wurden.







Danach erst begann die zeremonielle Begrüssung, die vom Chairman mit Agenda geführt wurde. Neben den Ansprachen der wichtigsten Personen, führten die Schulkinder traditionelle Tänze auf und sangen für uns. Bald wurde Michael nur noch liebevoll Dad genannt. Es war regelrecht umwerfend und berührend. Der Zeitpunkt kam, als wir das von Barbara gesammelte Geld für die Errichtung eines Jugendzentrums übergaben. Niemand im Dorf hatte damit gerechnet, dass wir auf das Anliegen, welches beim letzten Besuch vorgetragen wurde, reagieren würden. Deshalb war die Freude und die Dankbarkeit umso ausgelassener. Am nächsten Tag sassen bereits alle wieder zusammen, um den Bau des Zentrums zu planen und am darauffolgenden Tag sollte bereits mit dem Kauf/Herbeischaffung des benötigten Materials begonnen werden. Im Namen des Dorfes möchte ich allen, die zum Bau des Jungendzentrums beigetragen haben ganz herzlich danken und möchte die Bilder für sich sprechen lassen.

Freitag, 4. Februar 2011

Kleine Freude am Morgen

Es muss ja nicht immer ein Riesenblogeintrag sein, und gerade läuft das Internet ziemlich gut...

Heute morgen ging ich, wie so oft am Morgen wenn ich in der Stadt bin, in die Crown Bakery, wo ich den Morgen ruhig (und mit Mails checken oder Arbeiten erledigen) beginnen kann und etwas Leckeres (wie Kaffee, Gipfeli oder ein Fruchtsalat) zu essen kriege. Oft bin ich eine der ersten hier, und die Leute kennen mich dort schon gut (als Kunden, smile). Der Geschäftsführer (zwei libanesische Brüder) hatte sich gerade was kommen lassen von aussen und ass sein eigenes Frühstück. Wie immer begrüssen wir uns kurz, mal gibt ein Gespräch, mal nicht. Heute fragte er mich, ob ich von seinem Frühstück probieren will, es ist, Zaatar, ein typisches libanesisches Gepäck (zwischen Fladenbrot und Crepes) mit gewürzen und und etwas käse drin, dass sie in Libanon oft zum Frühstück essen. Ich hab mich über dieses Angebot sehr gefreut, zugesagt, und so die Hälfte bekommen und probiert. War ganz lecker und frisch vom Ofen. Dieses kleine Erlebnis hat mir den heutigen Tag schon etwas versüsst!

Solche kleine Erlebnisse machen die Zeit der Schwangerschaft in Sierra Leone immer wieder erträglicher, und so lebe ich Tag für Tag davon!! Keine grossen Sprünge, kein Ehrgeiz oder Pläne zu verwirklichen, sondern alles ganz small, small....

Ihr könnt euch ja vorstellen, dass ich da manchmal auch meine grossen Kämpfe mit mir und der Umgebung hab.... Annick, die auch immer wieder gerne an ihre Grenzen geht, aktiv ist bis es nicht mehr geht und so grosse Sprünge nimmt, bis sie auf die Schnauze fällt... Ich muss selber schon über mich grinsen...