Montag, 6. Juli 2009

Malaria überstanden

Heute habe ich mich zum ersten Mal seit meiner Malaria-Erkrankung wieder richtig fit gefühlt. Sogar so gut, dass ich Basketball spielen gegangen bin und immer noch ganz ok bin. Angefangen hat das Ganze am Freitag vor einer Woche. Auf einmal habe ich gespürt, wie ein Schauer durch meinen Körpern insbesondere unter meine Haut hindurch, ging. Ich habe dann meinen Mitarbeitern mitgeteilt, dass ich mich kurz hinlegen werde (da wir noch immer keine Wohnung haben, konnte ich einfach einen Stock höher gehen und mich aufs Bett legen). Innerhalb einer Stunde stieg das Fieber von 37 auf 39,5. Schüttelfrost überkam mich und danach begann ich ganz schön zu schwitzen. Da auch die anderen Symptome von Malaria wie Kopfschmerzen sowie Gliederschmerzen spürbar waren, entschied ich mich, ohne Malaria-Test mit der Tabletteneinnahme (eine vorgeschriebene Malariabehandlung) zu beginnen. Das Fieber ging dann etwas zurück, meldete sich in der Nacht aber erbarmungslos zurück. Die Nacht war ein einziger Kampf und ich habe wohl nur dank Annicks Unterstützung wenigstens ein oder zwei Stunden geschlafen. Samstags hatte ich dann noch ein wenig Fieber und Sonntag fühlte ich mich schon wieder viel besser. Da habe ich mir natürlich gedacht, wie toll, dass alles so schnell vorüber gegangen ist. Diese Freude hat dann am Dienstag und Mittwoch der Ernüchterung Platz machen müssen, da ich wieder Fieber und Kopfschmerzen bekam. Zu diesem Zeitpunkt wurde es mir zu bunt und ich suchte den Vertrauensarzt der Deutschen Botschaft aus, der mich sehr gut beriet. Er erklärte mir, dass es verschiedene Malariamücken gibt und es sich in den letzten Jahren Resistenzen gegen die Malaria-Tabletten gebildet haben. Deshalb verschrieb er mir nochmals andere Tabletten, um die Malaria vollkommen zu heilen. Dies habe ich dann auch gemacht und freute mich bereits, als es mir besser ging. Nichts da. In der Nacht auf Freitag hatte ich dann ununterbrochen Durchfall, sodass ich mich am darauffolgenden Tag vollkommen kraftlos und müde fühlte. Diese Müdigkeit dauerte bis gestern an. 

Zur Info: Wir haben Malariaprophylaxe eingenommen, doch kann man dadurch eine Malariaerkrankung nicht ausschliessen, wie ich erleben durfte. Sie hat aber den Effekt, dass der ganze Leidensweg ein wenig "angenehmer" gestaltet wird. Ich habe die Malaria an und für sich gar nicht als so schlimm erlebt (wie eine starke Grippe), doch dauert es relativ lange, bis man wieder ganz fit ist. Es wirkt subtil weiter. Wir haben uns nun entschieden, die Prophylaxe auszusetzen, da erstens die Malaria für uns nicht mehr ein ungreifbare Schreckensgespenst ist und zweitens, weil es sich bei dieser Prophylaxe um ein Antibiotika handelt.

Ena, tenke tenke, this was more!

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