Der Glaube im alltäglichen Leben spielt in Sierra Leone eine ganz wichtige Rolle, wie auch in anderen afrikanischen Ländern. Ich habe schnell gelernt, dass in meiner Organisation jedes Meeting mit einem Gebet beginnt, in welchem um ein gutes Gelingen des Meetings gebeten wird. Und zum Schluss gibt es ebenfalls ein Gebet, als Dank für das Gelingen des Meetings. Dies gilt aber nicht nur für unsere Organisation, sondern auch für die meisten öffentlichen Events. Nur mit dem Unterschied, dass dann sowohl ein christliches wie auch ein muslimisches Gebet aufgesagt wird. Ich musste dann aber doch ganz schön staunen, als ich ein offzielles Basketballspiel bestritt. Zu Beginn des Spieles kamen die Spieler meines Teams zusammen. Anstatt eines "Schlachtrufes" wie "Team" oder "Defense" (wie in der Schweiz üblich) senkten die Spieler den Kopf und ein Spieler betete für das Team. Es wurde für ein gutes Spiel gebetet und auch dafür, dass mein Team den Sieg davon tragen werde. Über letzteres musste ich schmunzeln.
Was mich an dieser "Kultur des Gebets" besonders anspricht, ist die Tatsache, dass der Lärmpegel gesenkt und der hier vorherrschende Aktionismus für einmal der Ruhe Platz macht. Denn Ruhe oder Reflexion (über das eigene Handeln) stehen hier nicht hoch im Kurs. Ein hoher Würdenträger der Kirche sagte mir kürzlich, dass die Menschen in Sierra Leone die Stille kaum aushalten können und dies doch so wichtig sei, wenn es um Frieden mit sich selbst und damit auch um Frieden in ganz Sierra Leone gehe.
Dienstag, 7. Juli 2009
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kushe annick and zwitschi!
AntwortenLöschenAw yu du? Gladi?
Another white uman
Yes, we glady the weekend de. Ow di body yousef? Please tell Ben and Drazen ow do for we.
AntwortenLöschenPhilu