Samstag, 17. Oktober 2009
Afrikanisch Kochen
Vor gut zwei Wochen haben wir unsere 3 Guards angefragt, ob Sie Lust haben, mit uns am Samstagnachmittag gemeinsam zu kochen. Sie haben zuerst gemeint das sei ein Witz! Unsere Vorstellung war, dass wir die Zutaten einkaufen gehen und sie uns dann anschliessend zeigen, wie man ein Sierra Leonisches Gericht zubereitet, zumal sich unserer ältester Guard Alimamy (ca. 22 Jahre) als guter Koch ausgab. Nur schon das Einkaufen mit Alimamy war ein Erlebnis. Wir sind zuerst an den Strand gefahren, um frischen Fisch zu kaufen. Da die Preise zu hoch waren, sind wir zum lokalen Markt gegangen. Dieser Markt ist überdacht und man fühlt sich teilweise wie in Marokka in einer Altstadt: ein Stand nach dem nächsten; Kinder die auf der Erde unter den Tischen schlafen; alles ist so eng, so dass man sich ständig berührt; Gerüche, die einen fast ohnmächtig werden lassen. Hier gibt es alles und zwar zu sehr tiefen Preisen. Zuhause wieder angekommen, haben wir die Schuppen der Fisch mit einem Messer weggekratzt. Interessant war, dass nicht unsere Guards, sondern die Köchin unserer Vermieter sofort die Führung beim Kochen übernahm und unsere Guards nur noch daneben standen. Gekocht wird in Sierra Leone übrigens nicht im Haus, sondern draussen bei offenem Feuer. Wir haben über die Einfachheit gestaunt, wie gekocht wurde. So werden hier beim Kochen die Hände viel mehr direkt gebraucht und es wird nicht wie bei uns mit Geräten gearbeitet (um nicht die Hände dreckig zu machen). Nach ca. 3 Stunden! war das Essen (2 1/2 Kg Reis sowie 4 Fische und Cassava) fertig. Gekocht wurde das ganze nicht von unseren Guards, sondern von der Köchin und der Vermieterin selbst, die in der Hälfte einfach die Führung übernahm. Eigenartigerweise nahmen alle an, dass das Essen nur für uns zwei gedacht sei. Deshalb waren alle umso überraschter, als wir ihnen mitteilten, dass wir das Essen gemeinsam teilen möchten. Die Augen unserer Guards leuteten und sie sprangen vor Freude wie kleine Kinder umher.............Es ist schon unglaublich, wie "einfach" man hier Leuten eine Freude bereiten kann; man muss sich darauf einfach nichts einbilden! Wir haben dann alle (ca. 10 Leute) zusammen aus einem Topf gegessen, das Essen war köstlich. Danach mussten sich Annick und ich von dem ganzen Event zuerst einmal erholen..........Es war ein höchst spannender Einblick ins afrikanische Leben hier.
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back in town nach 3 monate als nomade mehr oder weniger. schöne photos von euch und lebenszeichen.
AntwortenLöschen3 guards?
ihr scheint euchlangsam richtig wohl zu fühlen.
love daddy
hi,
AntwortenLöschengeniessen den ersten schnee mit sonne
und unseren neuen enkel mit wonne.
ich freue mich , dass ihr jetzt endlich eine wohnung habt.
bin in gedanken oft bei euch.
b.