Sonntag, 30. August 2009

Vorbereitung zum ersten Konzert in Sierra Leone...

Guten Morgen allerseits, ist schon eine Weile her, dass ich im Blog geschrieben habe. Heute mache ich es aus reinem Selbstzweck, da ich grad ein wenig Frust ablassen will, und Philipp grad nicht zur Verfügung steht, grins! Es ist 8.45 und ich kann seit einer Stunde nicht mehr schlafen, mein Allerliebster liegt noch gemütlich im Bett (ist auch gemütlich, denn draussen regnet es unablässig). Also meine kleine Geschichte:
Drei oder vier Wochen vor meinen Ferien, haben wir in einem Trio angefangen, Jazz, Swing, Soul etc. zu spielen/üben. Zwei Sierra Leoner und ich. Motiviert wie ich war (bins grad im Moment nicht, aber wird schon wieder kommen), habe ich beim Koordinator von Philipps Organisation unser Trio angepriesen und der hat uns dann gleich für eine Willkommensparty bei eine Seminar eingestellt. Heute wird dies sein!!!! Und wie haben wir uns vorbereitet??? Nachdem ich das wusste, habe ich bei den Proben gepusht, dann ging ich in die Ferien (ich fragte sie, ob sie selbständig zu zweit weiterüben könnten, Antwort: "No Problem", Resultat: Es wurde nix gemacht), hatte dieses Abenteuer mit den Flügen und bin am Dienstag Abend angekommen. Am Donnerstag nachmittag wollten wir (oder vielleicht nur ich, die Kommunikation ist nicht grad einfach) lange üben, um 16.00 haben wir abgemacht, da waren die zwei letztlich um 16.45 und der Pianist Ernest erzählte mir dann, dass er in 15min mit einem anderen Projekt unbedingt üben müsste (heute ist das Finale von einem Gesangswettbewerb). Aha! Schön, am Telefon konnte er mir das ja nicht sagen!
Ok, zweiter Versuch: Freitag um 11.00. Dann konnten wir grad mal dreissig Minuten üben, und dann waren wieder die Wettbewerbler dran.
Ok, letztmöglicher Versuch für eine Probe: Samstag um 10.00. Ich bin um 10.20 dort, David, der Percussionist, ist um 10.30 da. Wir warten auf den Pianist Ernest. Wir rufen ihn an. Sein Telefon geht nicht. Wir warten. Wir gehen kurz die verschiedenen Stücke durch, damit David ungefähr weiss, wie sie sich anhören (einen kleinen Teil haben wir schon vor den Ferien gemacht, aber viele noch gar nicht). Wir warten. Versuchen Ernest zu erreichen. Nichts. Zwei Stunden später gehe ich frustriert nach Hause. Ich habe Ernest bis jetzt nicht erreicht. Irgendwie wird es wohl gehen, es geht immer irgendwie, aber es ist ziemlich ziemlich anstrengend....
Eine regnerische Umarmung aus Freetown und Fortsetzung folgt....

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