Die Atmoshäre im Besprechungszimmer war eisig und ich fühlte mich erstarrt. Wir haben dann kurz entschlossen gehandelt und im Einvernehmen mit Aladjin unseren nigerianischen Freund Philemon angefragt, als Pate zu amten. Immerhin klingt Philemon christlich (auch wenn er kein Katholik ist.....).
Der Gottesdienst begann und ich war völlig angespannt, während Annick das Ganze viel lockerer zu nehmen schien. Die Anspannung legte sich langsam, als ich immer mehr die Anwesenheit unserer Freunde spürte. Und innerlich sagte ich mir: Nun denn, was ich auch immer gemacht habe, ich werde voller Stolz und Freude vor unsere Freunde stehen und Micahs Namen verkünden. Und dann zeigte Father Konteh seine ganze Grösse (die zweifelsfroh in ihm ist), als er spontan über die traditionelle Zeremonie der Namensgebung in Sierra Leone sprach und Aladjin (our special friend Aladjin, so seine Worte) bat, Micah zu nehmen und mit ihm aus der Kirche zu gehen, um ihm symbolisch der Welt und der Gemeinschaft vorzustellen.
Danach sassen wir im Haus von Father Konteh mit unseren Freunden zusammen und erfreuten uns an der Herzlichkeit, die uns umgab. Ein Gefühl von Zusammengehörigkeit machte sich in mir breit und echte Dankbarkeit, dies zu erleben. Den Höhepunkt (klar, nach dem Gottesdienst, um keine weiteren Skandale anzuzetteln....) war ein Kurzauftritt von 3 langjährigen Bandmitglieder von Annicks Grouvy Colours. Sie komponierten einen Song für Micah, einfach umwerfend. Diesen Song werden wir an seiner Hochzeit laufen lassen, by God i´n powa (so Gott will).
Ein unglaublich intensiver Tag, an welchem wir durch die gegensätzlichsten Gefühle gingen. Typisch Sierra Leone!
oh so herzig...bald wieder bist du zu Hause und kannst wieder Deine erfahrenen Geschwister fragen...;-)
AntwortenLöschenwo ist der dezember eintrag? alles liebe ena
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