Dienstag, 5. Mai 2009

erstes Heimweh!

Heute hat mich ein wenig das Heimweh gepackt! Der Austausch mit Euch Freunden und Familie, die Ruhe und Stille in der Natur, das gemütliche Kafi-Trinken, die Selbstverständlichkeit der Bewegungsfreiheit, das Gefühl der Selbständigkeit, die Aktivität im Job.... ja, ja, hier sehe ich mich mit einigem konfrontiert, was mich in der Schweiz nicht dermassen beschäftigt hat. 
Ich kann an mir beobachten, wie stark der Drang oder das Bedürfnis nach Geltung ist, oder das ich "als eigene Person" wahrgenommen werde und nicht als "Ehefrau von Philipp". Es hemmt mich, keine klar definierte "Arbeitsrolle" zu haben. Wer bin ich denn? Annick. Sängerin. Aber das sagt im Bereich "Entwicklungshilfe" nicht viel. Also was noch? Hmmh, ich habe Erfahrung in Management, Leadership und Team-Work. Ahhhh, das klingt gut, sehr wichtig, bla bla bla...  Aber damit ist das Problem mit der "Arbeitsrolle" noch nicht gelöst, denn ich bin ohne Job. Aber ich soll auch bei ADDO mitarbeiten, dort, wo Philipp angestellt ist. Will ich das? Unter welchen Umständen, Konditionen?

Hat euch in der Schweiz auch schon jemand gesagt: "Ach, du wirst ganz sicher etwas finden was dich beschäftigt, Volontäre werden immer gesucht!!" Wie fühlt man sich da? Sch.... ein wenig auf alle Fälle. Irgendwie fühlt man sich da nicht viel wert, soll ich drei Jahre Freiwilligenarbeit machen?

Ok , genug lamentiert, ich muss ja selber ein wenig über mich grinsen. Ich habe schon einen kleinen Job und ich werde sogar dafür bezahlt (lokaler Lohn, ganz wenig, aber so wie für alle Einheimischen, dass ist auch gut!). Als Gesangs-und Pianolehrerin an der Musikschule. Aber noch suche ich etwas, wo ich mich mit Herz und Seele reinhängen kann. Wird schon kommen.... Gelassenheit und Geduld! Dafür werde ich wohl nächstes Mal in der Kirche beten!

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